Sonntag, 2. Dezember 2012

Es war einmal ... ein Katalog

Es ist ja kaum zu glauben, was man alles an Katalogen und anderer Reklame bekommt. Und letztendlich landet alles doch irgendwann im Altpapier.


Ich habe schon öfters Dinge aus Pappmaché gemacht, aber selbst ich habe nicht immer Lust auf das Gematsche, so schön es in der Regel ist. Für Teller, Schalen und Untersetzer finde ich die Idee, die ich euch hier beschreiben möchte, auch toll.


Ihr braucht
  • Kataloge oder Reklame, wenn es geht mit breiten Seiten
  • nach Möglichkeit eine Schneidemaschine
  • Tesafilm zum fixieren
  • Geduld
  • Lack (ich habe bereits Klarlack genommen, werde aber auch noch einen Schutzlack aus Holzleim und Wasser ausprobieren)
Jetzt gehts los:

Ich habe die Kataloge quer so geschnitten, dass ich 16 cm breite Streifen in den Händen hielt.
Am Ende (also fertig gefaltet) sollten die Streifen etwa 1 cm breit sein. Das klappt bei 16 cm Breite genau, wenn ihr sie 4 Mal faltet:
 16 cm

 1 Mal gefaltet, also 8 cm

 2 Mal gefaltet, also 4 cm

 3 Mal gefaltet und mit 2 cm fast schon schmal genug

aber erst nach dem 4. Mal falten hat der Streifen 1 cm


Diese Streifen rollt ihr jetzt wie eine Schnecke zusammen.
Nach einer Weile sieht es so aus: 
An dem Foto könnt ihr erkennen, dass die neuen Streifen immer bündig angelegt werden. Immer, wenn ihr einen neuen Streifen anbringt, braucht ihr zwei (wirklich kleine) Stücke Tesafilm. Ihr fixiert damit erst den Streifen, der zu ende ist, legt den neuen Streifen bündig an und fixiert auch den mit einem kleinen Stück Tesafilm.

So rollt ihr die Papierstreifen bis sie euch ausgehen, ihr keine Lust mehr habt, oder aber ihr denkt, diese "Platte" ist groß genug. Je breiter die ursprünglichen Seiten waren, desto weniger braucht ihr neu ansetzen.

Und jetzt wird es richtig interessant, denn ihr könnt experimentieren und mit den Formen spielen.

 Meine Runde Platte hat 13 cm Durchmesser.
Ich könnte jetzt die Streifen nicht mehr straff genug wickeln. Leider.
Vielleicht gelingt das mit dünneren Seiten.

Wenn ihr einen Untersetzer machen wollt, könnt ihr alles so lassen und braucht ihn nicht einmal lackieren.

 Aber natürtlich könnt ihr auch Schalen machen.
So lässt sich der Rand hochziehen. - Natürlich mit zwei Händen, aber ich hatte eine Hand an der Kamera, um es euch zu zeigen.

 So sieht es von der Seite aus, wenn ihr die Schale hochgezogen habt.

 Hier habe ich die Schale rundherum hoch gezogen. Eine einfache Schale.

Leider kann man es nicht richtig gut erkennen,
aber hier habe ich den hinteren Teil weiter hoch gezogen, als den vorderen Teil.

Ihr seht, es gibt eine Menge Möglichkeiten und Variationen in Form und Größe.
Kreativität entsteht durch ausprobieren, also legt los!

Wenn ihr euch entscheiden habt, wie eure Schale aussehen soll, solltet ihr sie noch lackieren, damit sie stabiler wird und nicht nach kurzem Gebrauch in sich zusammen bricht. Das geht mit einfachem Klarlack.


Eine Alternative zum Klarlack habe ich mittlerweile ausprobiert und ihr könnt sie hier nachlesen



Kommentare:

  1. vielen dank nicole! ich erinnere mich jetzt wie wier papier schnecken gemacht haben. das habe ich in den letzten 50+ jahren vergessen.

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    1. Bitte schön.
      Ich hatte das noch nie gemacht.

      Gerade war ich auf deinem Blog. Wow, du strickst viele Socken. :-)

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